Tamera Newsletter März 2013
Photos: Dieter Duhm, Frühling in Tamera, Sabine Lichtenfels Liebe Freunde und Freundinnen von Tamera, liebe Mitarbeiter in aller Welt, Wir grüßen euch herzlich aus Tamera. Wir grüßen euch in der zuversichtlichen Hoffnung, dass der globale Wahnsinn bald ein Ende hat. Was in der Welt geschieht, ist so unermesslich schlimm, dass wir genötigt sind, stärkere Methoden für die Friedensarbeit zu entwickeln. Wir befinden uns in einer intensiven Planungszeit, die noch bis Ende April dauern wird. Ab 1. Mai soll ein neues Tamera beginnen. Wir hoffen, bis dahin so weit zu sein, dass wir alle neuen Gäste und Studenten willkommen heißen können. Die Welt befindet sich im Krieg zwischen den Kräften des Lebens und denen der organisierten Zerstörung. Es geht jetzt darum, der organisierten Zerstörung eine organisierte Friedensarbeit entgegenzustellen, die sich definitiv mit der Heiligen Matrix verbunden hat und deshalb stärker ist als alle Gewalt. Wie ihr wisst, arbeiten wir intensiv am Thema von Sex, Liebe und Partnerschaft, um hier eine Lösung zu finden. Das weltweite Unglück in der Liebe verlangt eine neue Antwort, denn es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange in der Liebe Krieg ist. Ähnliches gilt für das Wasser. Es kann in der Welt keinen Frieden geben, solange das Wasserthema nicht gelöst ist. Was für den Menschen die Liebe ist, das ist für die Natur das Wasser. Wir können nicht zusehen, wie in Teilen der Welt Tausende von Dörfern verhungern, weil ihnen durch die Großindustrie das Wasser entzogen wird. Die neue Zivilisation basiert auf einem neuen Umgang mit diesen beiden Grundstoffen des Lebens. Die Heilung des Wassers und die Heilung der Liebe stehen im Zentrum unserer derzeitigen Arbeit. Wir stehen dabei vor sehr aktuellen Themen: Wie gründen wir eine globale Liebesschule und wie eröffnen wir ein Wasserprojekt für das südliche Portugal ("Tausend Seen für den Alentejo")? Gleichzeitig umgibt uns die regionale Not unserer Umgebung. Durch die Maßnahmen der Globalisierung (EU, Troika) werden den Menschen elementare Ressourcen entzogen. Etliche leben an der Hungergrenze und brauchen Hilfe. So sind wir an vielen Fronten gefordert, vom Schicksal der Tiere in der Nachbarschaft ganz zu schweigen, auch sie brauchen Hilfe. Wir entwickeln konkrete Konzepte für eine gewaltfreie Zukunft. Die kann nur entstehen, wenn sie getragen ist von einem globalen Netzwerk. Um die neuen Gedanken weltweit zu verbreiten, arbeiten wir am Aufbau des "Globalen Campus" und am Aufbau der Schule Terra Nova. Für beide Institutionen gibt es Grundlagentexte. Wir versuchen, der globalen Revolution, in der wir uns heute befinden, eine humane Richtung zu geben. Wir brauchen dafür alle Kräfte und Gelder. Bitte helft mit, dass es gelingt. Vielleicht sind meine beiden neuen Texte geeignet, einen Eindruck zu geben vom Umfang unserer Arbeit: 1. 'Terra Nova'
Ich grüße
euch herzlich Nachrichten aus der
Tamera-Universität: Die Tamera-Universität besteht jetzt aus drei Abteilungen: die Ökologieschule unter Leitung von Bernd Müller, die Liebesschule unter Leitung von Sabine Lichtenfels und die Denkschule unter Leitung von Dieter Duhm. Die Seminare und Symposien dieser drei Abteilungen bilden den Auftakt der diesjährigen Tamera-Universität:
1) Globale Liebesschule 5.-15. Mai mit Sabine Lichtenfels Dieses
Seminar (nur auf persönliche Einladung)
richtet sich an weltweit agierende
LehrerInnen, die im Bereich von Liebe und
Sexualität eine tragbare Ethik entwickeln
wollen. Im Juni und Oktober werden weitere
öffentliche Seminare mit Sabine
Lichtenfels stattfinden, mehr dazu in
unserem Veranstaltungskalender.
http://www.tamera.org/index.php?id=events&L=1 Zur Gründung
der Globalen Liebesschule verfasste Sabine
Lichtenfels ein
Manifest, das hier zu lesen ist. 2) Denkschule 'Science of Transformation' 20.-29. Mai Das Seminar
richtet sich an internationale
Friedensarbeiter, die verstehen wollen,
warum und wie Mensch und Erde heilbar sind
(s. Einleitung) und die an ihren Orten
Stützpunkte für dieses Wissen aufbauen
wollen. Mehr zu Science of
Transformation Unter dem Titel “Wasser-Retentionslandschaften – ein Weg zu nachhaltigem dezentralisiertem Wassermanagement” findet das dritte internationale Wassersymposium in Tamera statt. Wieder erwarten wir internationale Referenten, Entscheidungsträger, Praktiker. Dieses Mal steht der Plan für ein Regionalmodell “Alentejo” im Mittelpunkt, durch das der Prozess der fortschreitenden Wüstenbildung im Süden Portugals aufgehalten und eine nachhaltige Lebensmittelautarkie aufgebaut werden soll. So könnte in Portugal ein Modell entstehen für die Welt. Mehr zum Wassersymposium Seminare der Tamera-Universität hier im Überblick Weitere Nachrichten aus Tamera: Escola da Esperanca / Schule der Hoffnung: Als "Reisende Schule" unternahmen die Kinder aus Tamera im November 2012 eine Bildungsreise nach Berlin. Sie hospitierten für zwei Wochen in der Gemeinschaftsschule „Evangelische Schule Berlin Zentrum, ESBZ“. Deren Schüler empfingen die Kinder aus Tamera sehr offen und warmherzig. Nach der Überwindung der ersten Schüchternheit fanden unsere Kinder selbständig ihren Weg in dem komplexen, alternativen Lernsystem der ESBZ. Zum Lernprogramm gehörte außerdem Großstadtkunde und Breakdance. Die Idee einer Bildungskonferenz im Oktober in Tamera fand große Resonanz bei den neuen Kooperationspartnern. Dazu im nächsten Newsletter mehr. Fotos, Reisebericht und bald ein Film. Autarkie-Projekt Tamera:
Am Ende eines reichen
Regenwinters ist Tamera grün, die meisten
Seen sind voller Wasser, und auf neu
angelegten Uferterrassen wächst Obst und
Gemüse. Eine gute Voraussetzung für das
Autarkieprojekt und die Aufforstung des
Geländes. Ein verstärktes Ökologieteam hat
während des gesamten Winters daran
gearbeitet, dass Tamera sich weiter in
Richtung eines Modells für regionale
Lebensmittelautarkie entwickelt. Wir
erwarten, in diesem Jahr den Großteil des
benötigen Gemüses aus der eigenen essbaren
Landschaft zu beziehen. Geplant ist auch
der Bau einer eigenen Verarbeitungsküche
sowie neuer Lagerräume, mit dem
voraussichtlich im April begonnen wird.
Das Ökologie-Team lädt vom 1. Mai bis 23.
Oktober Interessierte ein, durch
praktische Mitarbeit das ökologische
Wissen von Tamera zu erwerben. Mehr zu Ökologie in Tamera. Tamera-Förderkreis:
Wir danken allen, die während des
Winter neu dem Tamera-Förderkreis
beigetreten sind. Das ist eine große
Unterstützung und Entlastung unseres
Basishaushaltes, da Tamera keine
öffentliche Förderung erhält. Die Aktion
"1000 Förderer für Tamera" geht weiter.
Werdet Hüter des Traums, indem ihr
monatlich mit einem Betrag eurer Wahl
einsteigt.
Zum Förderkreis. Nachrichten aus dem Netzwerk: Globaler Campus: Der Globale Campus ist ein entstehendes Netzwerk und Ausbildungsprogramm von Gruppen und Initiativen, die das Wissen der Schule Terra Nova real umsetzen in den Aufbau von Zukunftsmodellen und Friedensgemeinschaften. Aus einigen der Stützpunkte: Friedensgemeinde San José de Apartadó, Kolumbien: Seit 2011 vertieft sich die Partnerschaft zwischen Tamera und der Friedensgemeinde in Richtung einer kontinuierlichen Kooperation. Eine Gruppe aus Tamera plant einen mehrmonatigen Aufenthalt, um den Aufbau des Friedensforschungsdorfes Mulatos innerhalb der Friedensgemeinde zu unterstützen. Zum 23. März, dem 16. Gründungsjahrestag der Friedensgemeinde, werden Laure Luciani, Vera Kleinhammes und Patrick Rudolph die Gemeinde für zwei Wochen besuchen und über die geplante kontinuierliche Präsenz sowie ein technisches Ausbildungsprogramm nachdenken. Anschließend werden sie nach Mexiko weiterreisen, um eine dort entstandene Gemeinschaft zu besuchen, die ebenfalls Teil des Globalen Campus werden wird. Mehr zu ihrem Vorhaben (nur englisch). OTEPIC, Kenia: Philip Munyasia hat in den vergangenen Jahren durch die Unterstützung von Tamera große Fortschritte mit seinem Projekt für Nahrungsmittelsouveränität und Gemeinschaftsbildung machen können. Der Landkauf für die Modellfarm und das "EcoLifeVillage" steht bevor. Seit Februar sind Martin Funk und Chryssa Sotiraki aus Tamera bei OTEPIC. Sie statten die neue Werkstatt für Seminare in Solartechnologie aus, haben eine erste Biogasanlage und Solarkocher gebaut und helfen beim Aufbau weiterer Lehrgärten für Permakultur. Mehr zu OTEPIC: www.otepic.org Favela da Paz und Living Gaia, Brasilien: Uli Stempel und Ulrike Krampen, zwei enge Freunde von Tamera, waren mehrere Monate in Brasilien, um das Projekt Favela da Paz in Sao Paulo sowie Living Gaia in Alto Paraiso zu besuchen und bei deren Wunsch zu unterstützen, Stützpunkte des Globalen Campus zu werden. In der Favela haben sie mit Claudio Miranda und seinem Team dezentrale Solaranlagen für Warmwasser- und Stromerzeugung gebaut und Kurse in urbaner Permakultur gegeben. Peace Research Village Middle East, Israel/Palästina: Die Gruppe für den Aufbau eines Friedensforschungsdorfes im Nahen Osten lädt von Juni bis November zu einem sechsmonatigen Gemeinschaftsexperiment nach Israel/Palästina ein. Die TeilnehmerInnen werden sich an allen Arbeiten beteiligen - Netzwerkarbeit, Geländepflege, Wassermanagement und Gemeinschaftsaufbau. Es wird Forum, Studium, Kunstzeiten, Sprachkurse und Intensivkurse geben und mit einer internationalen Veranstaltung enden, einer Pilgerschaft oder einer Musikzeit im Herbst. Das Gemeinschaftsexperiment ist für Menschen gedacht, die bereits in Tamera studiert oder gelebt haben und mit den Zielen des PRV vertraut sind. Mehr Information bei: info(at)prvme.org Globaler Campus Portugal: Portugal ist ein Land mit großem ökologischen und sozialen Potential, aber es ist auch ein Land in der Krise. Der globale Kapitalismus und die Globalisierung haben das Land in den Ruin getrieben, die Politik der EU hat die Menschen entmündigt und ihrer Traditionen in regionaler Subsistenz beraubt. Das Vertrauen in die Regierung ist zerrüttet. Am 2. März demonstrierten wieder 1 Millionen Menschen gegen die Troika, das ist jeder zehnte Portugiese. Doch die meisten wissen, dass Protest allein nicht reicht, sie suchen nach Lösungen, die sie selbständig machen. Junge Menschen wollen wieder auf das Land, brauchen aber das Wissen, wie sie dort ein ökonomisch und ökologisch unabhängiges Leben aufbauen und die Dörfer wieder beleben können. In dieser Situation hat Tamera begonnen, sowohl in der unmittelbaren Nachbarschaft als auch mit landesweiten Gruppen zusammen zu arbeiten, um das Wissen für Wasser-, Energie- und Lebensmittelautonomie sowie Gemeinschaftsaufbau zu vermitteln. GEN Konferenz 7. Juli - 12. Juli 2013. Die Konferenz des Global Ecovillage Network of Europe findet dieses Jahr im Zentrum der Einheit Schweibenalp, Schweiz statt. In einigen Ländern kann man sich noch die Konferenz- und Reisekosten über den EU-Grundtvig-Fonds finanzieren lassen. Mehr Infos unter: http://gen-europe.org/activities/gen-conference/index.htm
Die Tamera-Gemeinschaft
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