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Was ist Terra Nova?

 

Zusammenfassung: “Terra Nova” ist die Vision einer neuen Erde, eine latente Realität, die überall abrufbar ist. Sie enthält das Bild einer nachpatriarchalen Zivilisation ohne Krieg und Gewalt. Wir manifestieren sie in dem Maße, indem wir sie sehen und in speziellen Lebens- und Forschungszentren als konkrete Utopie umsetzen.

Terra Nova ist die Vision einer neuen Erde. Seit einigen Jahrzehnten wird daran gearbeitet, diese Vision Schritt für Schritt in eine erfahrbare Wirklichkeit zu übersetzen. Tamera ist eine solche Station der Verwirklichung, ein Zentrum für konkrete Utopie im südlichen Portugal. Inzwischen gibt es auch etliche weitere Gruppen auf der Erde, die nach diesem Bild arbeiten. Langsam entsteht eine Bewegung, die sich an an folgenden Leitlinien orientiert:

  • Wiedereinordnung der Menschenwelt in die übergeordnete Welt des Lebens und der Schöpfung

  • Gewaltfreie Kooperation mit allen Mitgeschöpfen. Keine Gewalt gegen Tiere

  • Heilung des Wassers durch den Bau von „Wasser-Retentionslandschaften”

  • Auf dieser Grundlage die Entwicklung von Permakultur und autarker Ernährung

  • Ausstieg aus der Ölwirtschaft. Entwicklung autarker Energiesysteme

  • Aufbau dezentraler Subsistenzwirtschaften

  • Aufbau funktionierender Gemeinschaften

  • Ethik der Wahrheit, der gegenseitigen Unterstützung und der verantwortlichen Teilnahme

  • Beendigung des Geschlechterkriegs und aller sexuellen Erniedrigungen

  • Wahrheit in der Liebe. Kein Betrug in den Partnerschaften

  • Keine Rache. Grace statt Vergeltung


Dies sind Richtlinien einer kommenden Weltgesellschaft mit ihren neuen Universitäten und neuen Siedlungen. Mit ihnen entsteht eine neue planetarische Ordnung, in der alle Wesen unseres Planeten untereinander verbunden sind, denn sie stimmt überein mit jener Weltordnung, die wir die „Heilige Matrix” nennen.

 

Wir haben die Vision von Terra Nova in folgenden zehn Meditationsbildern dargestellt:

1. Stell dir vor, daß weltweit immer mehr Menschen die Metropolen verlassen und zurückkehren aufs Land. Sie arbeiten in Kooperation mit der Natur am Aufbau intelligenter, dezentraler Systeme. Sie bauen Wasserlandschaften, die den Erdkörper wieder mit Regenwasser füllen und den Grundwasserspiegel anheben. Sie leben in autarken Gemeinschaften, die untereinander verbunden sind durch ein brillantes Netzwerk von menschlicher und technischer Kommunikation. Sie kooperieren mit Tieren und Naturgeistern. Sie befolgen nicht länger die Gesetze der Macht, sondern die Gebote der Heiligen Matrix. Das ist die universelle Sprache, die von allen Menschen verstanden wird.


2. Stell dir vor, in den Städten entstehen urbane Gemeinschaften. Fabrikgelände, Balkons und Parkplätze verwandeln sich in Nahrungsbiotope, Obsthaine und Gewächshäuser; auf den Dächern werden Gemüsegärten und Bienenweiden angelegt. Überall bilden sich kreative Zellen für Selbstversorgung und ökologische Forschung; man sieht neuartige Solaranlagen und geniale Systeme für naturgerechte Wasserzirkulation und Aquakultur. Die Menschen haben in Selbstorganisation soziale Systeme geschaffen, in denen Kontakt, Wahrheit und Solidarität wieder möglich werden. Das gemeinschaftliche Leben ist geprägt von Anteilnahme, gegenseitiger Unterstützung und Transparenz. Es existiert keine Kriminalität mehr, weil eine neue Heimat und ein neues Vertrauen entstanden sind. Die Entwicklung in den Städten ist verbunden mit der Entwicklung auf dem Land. Urbanität und Landleben haben sich gegenseitig durchdrungen zu einer lebendigen Kultur der Kooperation.

 

3. Eine große Freude geht durch die Reihen der Menschheit. Sie haben die Liebe neu entdeckt. Sie haben den heimlichen Krieg der Geschlechter beendet. Wahrheit in der Liebe ist das Gesetz, das alles verändert. Das größte Geschenk der Schöpfung ist die Liebe der Geschlechter. Wir beugen uns vor diesem Wunder und wir akzeptieren in Dankbarkeit die Freude der sinnlichen Liebe. Was wir hier an Glück erleben, geben wir weiter an unsere Mitmenschen und Mitgeschöpfe. Mann und Frau haben sich lange gesucht, jetzt haben sie sich gefunden. Gemeinsam nehmen sie die Verantwortung für diesen Planeten wieder an. Lüge und Betrug sind aus den Liebesbeziehungen verschwunden. Sie haben die Eifersucht überwunden, denn niemand nimmt mehr irgendjemandem irgendetwas weg. In der Umarmung der Liebenden fühlen wir die Umarmung einer geheilten Welt. Danke und Amen.


4. Stell dir vor, dass weltweit immer mehr Menschen das System des Friedens verstanden haben. Sie haben verstanden, daß Eifersucht nicht zur Liebe und Krieg nicht zum Leben gehört. Daß Frieden nicht nur ein Wort ist, sondern die freudige Revolution ihrer gesamten bisherigen Daseinsweise. Daß alle alten Feindschaften auf falschen Projektionen beruhten. Daß es im Inneren einen Schalter gibt, mit dem wir umschalten können von Krieg auf Frieden, von Mißtrauen auf Vertrauen, von Angst auf Öffnung. Stell dir vor, sie bauen voller Begeisterung ihre neuen Zentren, ihre Gärten und Forschungsstätten, ihre Bibliotheken und Schulen, ihre Heilungsbiotope und Modelluniversitäten. Sie alle sind verbunden in dem evolutionären Strom einer neuen planetarischen Gemeinschaft. Für eine neue Erde, für Terra Nova. Shalom und Salaam.

 

5. Stell dir vor: Überall beginnen Quellen wieder zu fließen. Flüsse folgen wieder ihrem natürlichen Lauf. Die Menschen haben gelernt, mit dem Wasser zu kooperieren. Sie haben den großen Wasserkreislauf in Ordnung gebracht: es gibt keine Wetterkatastrophen mehr, keine zerstörenden Überschwemmungen, keine anhaltenden Dürren und Brände.

Die Vegetation ist auch in trockenen Gebieten zurückgekehrt, schattige, kühlende Wälder haben sich ausgebreitet. Um die Wohngebiete der Menschen sind fruchtbare Gärten und artenreiche Landschaften angelegt. Niemand muß mehr in andere Länder fliehen, um zu überleben. Alle Wesen können sich überall mit frischem Trinkwasser und gesunder Nahrung versorgen. Gedanken des Mangels sind restlos überwunden. Die Menschen haben begonnen, unerschöpfliche Energiequellen zu nutzen. Sie haben verstanden, daß sie in immerwährender Fülle leben, wenn sie den Gesetzen der Natur folgen und nicht den Gesetzen des Kapitals.

 

6. Stell dir vor: Tiere, auch Wildtiere, sind unsere Freunde. Wir helfen ihnen bei ihrem Gang durchs Leben. Mensch und Tier sind Partner in einer gemeinsamen Evolution des Lebens. Tiere suchen den Kontakt zum Menschen, und sie begegnen uns mit rückhaltloser Freundlichkeit, weil die Bahn des Vertrauens frei ist. Wir erlösen sie aus dem langen Drama, das wir Menschen ihnen zugefügt haben durch unsere Ignoranz und Grausamkeit. Sie brauchen das Leben und die Freiheit genau wie wir Menschen. Alle Wesen kommen aus einer Welt der Geborgenheit und des Vertrauens. Alle haben ein Recht darauf, sich ein Leben lang in diesem Vertrauen zu entwickeln. Die neue Zivilisation bildet sich aus der heiligen Allianz mit allen Mitgeschöpfen. Erst dann ist das Schöpfungswerk vollbracht, für das wir angetreten sind unter dem Namen „Terra Nova“.


7. Stell dir vor, überall leben die Menschen wieder in Gemeinschaften. Sie bauen keine Zäune mehr, denn niemand kommt auf den Gedanken, etwas zu stehlen. Sie leben auf der Grundlage eines vollkommenen Vertrauens, deshalb gibt es unter ihnen weder Lüge noch Betrug, weder Angst noch Gewalt. Sie kritisieren sich, aber sie verurteilen nicht. „Nicht richten“ war für sie zu einem absoluten Gebot geworden, denn sie hatten erkannt, daß kein Mensch das Recht hat, jemanden zu verurteilen. Untereinander gelten drei Hauptregeln einer einfachen sozialen Ethik: Wahrheit, gegenseitige Unterstützung und verantwortliche Teilnahme am Ganzen. Viele leben in Partnerschaften und Familien, die in die Gemeinschaft eingebettet sind. Sie arbeiten bewußt für die Beendigung des Geschlechterkriegs, für die Neuentdeckung der Liebe und für ein geschütztes Aufwachsen der Kinder. Die Gemeinschaften sind die Grundsteine einer neuen Zivilisation auf der Erde.


8. Stell dir vor, die Menschen sind erfüllt von einer großen Freude und Dankbarkeit. Sie leben im Kontakt mit der Schöpfung und in einer tiefen Wahrnehmung alles Lebendigen. Sie haben die Heiligkeit des Lebens wiedergefunden. Sie erkennen das Wunder der Pflanzen, der Flüße, der Sterne. Sie haben das Mysterium der Welt entdeckt und die pure Freude des Lebens, Ananda. Sie sind nicht mehr auf sich gerichtet, sondern auf die Pflege dieser wunderbaren Schöpfung und all ihrer Geschöpfe. Sie sind eins geworden mit der großen Familie des Lebens. In der Wiedervereinigung mit dem Leben haben sie Skulpturen geschaffen und Kultplätze erbaut für den Lobpreis des unendlichen Universums. Keine Spur eines strafenden Gottes, kein Gericht und keine Verdammnis verdunkelt mehr ihr Leben, denn sie sind angekommen in der Ewigkeit der Liebe.

 

9. Stell dir vor, junge Soldaten, Frauen und Männer, verweigern den Krieg, weil sie eine Macht entdeckt haben, die höher steht als alle Gewalt. Sie legen die Waffen nieder und weigern sich, Feinde zu sein. Sie verständigen sich über ein neues Lebenssystem und beginnen, es aufzubauen. Die weltweite Bewegung für eine neue Erde hat es möglich gemacht, auszusteigen aus den Systemen der Gewalt. Regierungen und Verantwortungsträger aus Politik und Wirtschaft schließen sich der Bewegung an. Der Krieg in Syrien ist endgültig beendet. Niemand rüstet weiter für den Krieg, denn das System des Friedens hat sich durchgesetzt. Die Produktion von Waffen wird eingestellt. Die vielen Militärstationen haben sich verwandelt in Stationen der Friedensforschung. Die Gelder, die früher für Panzer ausgegeben wurden, werden jetzt investiert in den Aufbau von Friedensdörfern. Völker geben sich die Hand, um gemeinsam das Leben auf der Erde zu schützen.

 

10. Stell dir vor: Es gibt keinen Krieg mehr auf der Erde, das Leben hat gewonnen. Das alte Muster von Angst und Gewalt existiert nicht mehr. Es ist vollkommen ersetzt durch das Muster von Vertrauen, Solidarität und Liebe. Weltweit errichten die Menschen ihre neuen Zentren, ihre autarken Kommunen und Friedensdörfer. Wir leben in einem unermeßlichen Strom der Liebe, der Anteilnahme und der Verbundenheit. Wir vereinigen uns in Dankbarkeit, daß dieser Traum in Erfüllung gegangen ist.

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