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Das Portugal-Büro

Tamera befindet sich einem Land mit einem großen Potential, in Portugal: Es ist ein fruchtbares und schönes Land, das mit Sonne und Regen reichlich gesegnet ist, ein Land der Gastfreundschaft und Toleranz gegenüber Fremden, ein Land, in dem sich Elemente einer matriarchalen Urkultur bis heute erhalten konnten und in dem trotz aller Unruhen und Krisen etwas von dem, was mit „Frieden“ gemeint ist, noch spürbar ist.

Wir danken Portugal und seinen BewohnerInnen, dass ein Projekt wie Tamera hier möglich ist.

Portugal befindet sich seit einigen Jahren in einer schweren ökonomischen Krise. Es konnte sein Potential in der globalisierten Wirtschaftsweise der EU nicht entfalten. Die Auswirkungen der Sparmaßnahmen im uns umgebenden Alentejo sind fatal: Lokale Märkte werden geschlossen, Kleinbauern und -Produzenten wird die Existenzgrundlage entzogen, Nachbarschaftshilfe und regionale Subsistenz werden geradezu kriminalisiert. Kooperativen erhalten so strenge Auflagen, dass sie aufgeben müssen. Junge Menschen verlassen das Land, Dörfer verfallen - und machen Platz für Megaprojekte wie Eukalyptusanbau, Bergbau, Bewässerungs-Olivenanbau und Riesen-Staudämme mit großen Schäden für die Natur.


Auf der anderen Seite gibt es eine Bewegung vor allem junger Menschen, die in den Städten keine Existenzgrundlage mehr finden und wieder aufs Land gehen wollen. Hier könnte eine Lösung zu finden sein: Wenn die jungen Städter auf gute Weise mit der Landbevölkerung zusammenkommen, wenn sie gemeinsam lernen können, wie der Alentejo nachhaltig und in Kooperation mit der Natur bewirtschaftet werden kann, wenn sie ein neues Bild entwickeln könnten von einem attraktiven, kulturell reichen Leben auf dem Land - dann könnte sich die Krise in eine große Chance wandeln. Der Alentejo und schließlich ganz Portugal könnte zum Modell und Vorbild werden für eine postkapitalistische, humane Gesellschaft.


Tamera steht im Netzwerk mit zahlreichen Initiativen, die an diesem Wandel arbeiten und bietet sich durch seine eigene Forschungsarbeit als Ausbildungs- und Vernetzungsort für diese Bewegung an. Die Wasserretentionslandschaft von Tamera mit dem ganzjährigen Anbau von Gemüse und Getreide, das Testfeld für ein SolarVillage und das Gemeinschaftswissen Tameras sind Wissenspfeiler für eine mögliche Regional-Autarkie in Wasser, Energie und Nahrung.


Ein Team aus Tamera widmet sich speziell den Anfragen aus dem portugiesischen Netzwerk, erstellt Publikationen, lädt ein zu monatlichen Führungen und Tagen der Offenen Tür, organisiert Nachbarschaftstreffen und ist selbst aktiv im Netzwerk unterwegs.


Team: Rui Braga, Isabel Rosa


Weitere Informationen hier: seminarios (at) tamera.org


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