Kooperation mit allen Wesen

Es ist die heilige Allianz des Lebens, die eine Zukunft ohne Gewalt hervorbringen wird. Wir müssen unsere Fähigkeiten zu Kooperation, Kommunikation und Synergie wieder erlernen, um unser Verhältnis zur Natur zu heilen. In „Terra Deva”, unserer Abteilung für spirituelle Ökologie, forschen wir an der Interspezies-Kommunikation mit Haus- und Wildtieren, Pflanzen und Naturgeistern. Wir arbeiten auch mit Pferden, von denen wir lernen, in Wahrnehmung und authentischen Kontakt zu treten, und führen ein Hunde-Sanktuarium, um sowohl Erste Hilfe für Notsituationen zu leisten, als auch nachhaltige Veränderung für die leidende Hundewelt unserer Region zu bewirken.

Ich kann mir eine Welt vorstellen – denn sie hat immer existiert – in der Menschen und Tiere einen Bund eingehen und in Frieden und Harmonie zusammenleben, eine Welt, die Tag für Tag durch die Magie der Liebe transformiert wird. Dies ist kein Traum.”

HENRY MILLER

Grundgedanken

  • Alle Wesen sind vereint in einem Sein und einem Bewusstsein – alle gehören zur universellen Gemeinschaft des Lebens. Gewalt und Angst des Menschen haben zu einer globalen Krankheit geführt. Damit die Welt heilen kann, müssen wir erkennen, wie abhängig wir voneinander sind, müssen jegliche Grausamkeit zueinander beenden und lernen, mit unseren Mitwesen zu kooperieren, seien sie menschlich oder nicht, sichtbar oder unsichtbar. Eine gewaltfreie Welt, Terra Nova, geht aus der heiligen Allianz aller Wesen hervor.
  • Anstatt über die Wesen der Natur zu sprechen, lernen wir, mit ihnen zu sprechen und in unserer Menschengesellschaft Synergien mit ihnen zu erzeugen – denn sie sind beseelt wie wir. Jeder Ort, den wir Menschen besiedeln wollen, ist bereits Heimat ungezählter Wesen. Anstatt der Natur unsere Absicht aufzuzwingen, treten wir in einer gewaltfreien Kultur immer zuerst in eine Kommunikation mit den Naturwesen ein und fragen, ob wir ihr Land benutzen und hier bauen dürfen.
  • Wir können mit allen Wesen kooperieren, sogar mit denen, die wir bisher als Schädlinge betrachtet haben. Wir können ein Ungleichgewicht nicht dadurch auflösen, dass wir andere Wesen ausrotten. Wenn wir unsere Aggression gegenüber der Natur überwinden, akzeptiert sie gerne unsere Führung. Tiere brauchen unsere liebende Orientierung, nicht Gewalt, und sie reagieren mit vorbehaltloser Dankbarkeit und Freundlichkeit, wenn wir ihnen diesen Wunsch erfüllen. Unsere Herzen heilen, wenn wir wahrnehmen, wie Wesen, die so unendliches Leid erfahren haben, zu rückhaltloser Vergebung bereit sind.
  • Wir essen in Tamera kein Fleisch oder Fisch, da wir keine Mittäter an der Grausamkeit der Fleischindustrie sein wollen. Aber wir erforschen, ob es dennoch in einer gewaltfreien Kultur möglich ist, Tiere oder tierische Produkte zu essen oder nicht. Wir glauben, dass wir diese Frage nicht durch ideologische Debatten beantworten können, sondern durch eine Kommunikation mit der Seele der Tiere. Es ist eine der schwierigsten Fragen, da sie uns sogleich mit dem Schicksal der Tiere in dieser Welt verbindet – und zugleich mit unseren menschlichen Themen von Gewalt, Sexualität und der Angst vor dem Tod.
  • Wir wir mit Tieren umgehen, zeigt auch immer, wie wir mit unserer eigenen animalischen Natur umgehen. Die Menschheit hat Tieren unglaubliche Grausamkeiten zugefügt, weil Menschen ihre eigene animalische Natur verleugnet haben. Wenn wir die Sinnlichkeit, die hellwache Aufmerksamkeit und das wilde Begehren unseres inneren Tieres akzeptieren, werden wir in ein liebendes Verhältnis zu allen fleischlichen Wesen eintreten. Wer sinnliche Liebe erfährt, kann kein Tier quälen.

www.tamera.org