Globales ökologisches Institut

Das Institut für globale Ökologie von Tamera, geleitet von Bernd W. Müller, arbeitet am Netzwerkaufbau von Kooperations- und Forschungspartnern rund um das Neue Wasserparadigma (The new water paradigm) für die Wiederherstellung natürlicher Wasserkreisläufe und des Klimas. Das Institut gibt auch die Richtung für die ökologische Arbeit Tameras vor und bietet Ausbildung und Beratung für Projekte in der Region und weltweit an. Als Antwort auf die ökologischen Katastrophen der Erde konzentrieren wir uns auf dezentrale Modell-Lösungen – wie zum Beispiel den Globalen Aktionsplan (Global Action Plan). Wir kooperieren eng mit der Blueprint Alliance.

Die ökologische Arbeit in Tamera

Eine Schlüsselinspiration für unsere Arbeit ist Viktor Schauberger (1885–1958) mit seiner bahnbrechenden Forschung der Bewegungsformen von Wasser. Wir haben seine Erkenntnisse studiert und versuchen, sie soweit schon möglich in unserer ökologischen Arbeit umzusetzen.

Seitdem Sepp Holzer uns mit seiner Vision der Wasserretentionslandschaft inspiriert hat, haben wir überall in Tamera verschiedene Elemente für Regenwasserretention angelegt. Auf der Basis von natürlichem und dezentralem Wassermanagement sind wir in unserer Wasserversorgung nicht nur nachhaltig, sondern auch regenerativ und arbeiten durch die Prinzipien der Permakultur und agrarökologische Techniken an unserem Ziel der Lebensmittelautonomie.

Für den Paradigmenwechsel von der Ausbeutung zur Kooperation mit der Natur arbeiten wir eng mit Terra Deva zusammen, unserer Abteilung für spirituelle Ökologie.

Wir unterstützen auch den Schweizer Künstler Felix Hediger bei der Entwicklung einer neuartigen Wasserpumpe, die nach Schauberger-Prinzipien funktioniert und natürliche Bewegungsformen von Wasser ermöglicht.

In diesem dreiminütigen Video von Re/Culture Media von 2017 spricht Bernd Müller über das Bewusstsein des Wassers – und wie die Heilung des Wassers verbunden ist mit der Heilung menschlicher Beziehungen.

Globales Netzwerk

Zwischen 2011 und 2016 luden wir jedes Jahr Experten, Entscheidungsträger, Journalisten und Aktivisten zu einem Internationalen Wassersymposium nach Tamera ein. Wir verständigten uns über regenerative Alternativen im Wassermanagement und wie diese das Klima wiederherstellen und eine Antwort auf die Wasser-, Lebensmittel- und Brandkatastrophen geben können. Hier können Sie einige der Berichte lesen (auf englisch):

Durch die Symposien entstand ein Kreis von Kooperationspartnern, darunter:

Michal Kravčík

Michal Kravčík, Wasseringenieur aus der Slowakei, leitete eine landesweite Kampagne für ökologische Restaurierung in der Slowakei, wobei Zehntausende von dezentralen Wasserretentionsanlagen gebaut wurden. Er schrieb mehrere Bücher und ist Mitautor des Neuen Wasserparadigmas und des Globalen Aktionsplans.

Rajendra Singh

Rajendra Singh, der indische “Wasser-Gandhi”, initiierte die Restauration von 6.500 qkm Wüste in Rajasthan, indem er Dorfbewohner dazu mobilisierte, an unzähligen Orten dezentrale traditionelle Regenwasseranlagen zu bauen, sogenannte Johads. Heute haben 100.000 Menschen wieder einen Zugang zu ausreichend Wasser und Lebensmitteln.

Saad Dagher

Saad Dagher, Permakulturlehrer, Friedensaktivist und Agroökologie-Experte aus Palästina, arbeitet – neben vielen anderen Projekten – in der Westbank, wo er das Ökodorf Farkha begleitet und berät.


John D. Liu

John D. Liu ist chinesisch-amerikanischer Filmemacher, Forscher ökologischer Restauration, Ausbilder, Gründer und Direktor des Umweltausbildungs- und Medien-Projektes (EEMP), das bekannt wurde durch seinen Dokumentationsfilm: “Hope in a Changing Climate.”

Professor Millán M. Millán

Professor Millán M. Millán ist Meteorologe aus Spanien und Direktor der Stiftung CEAM; er kam in jahrzehntelanger Forschungsarbeit zu bahnbrechenden Ergebnissen, die beweisen, wie lokales Wassermanagement regionale und globale Wetterphänomene und Regenmuster beeinflusst.

Im Jahr 2015 veröffentlichten Michal Kravčík und Jan Lambert den Globalen Aktionsplan für die Wiederherstellung von natürlichen Wasserkreisläufen und des Klimas (Global Action Plan for the Restoration of Natural Water Cycles and Climate) und stellten ihn auf dem UN-Klimagipfel in Paris vor. Er zeigt, wie wir global den Klimawandel und seine katastrophalen Auswirkungen nicht nur aufhalten, sondern durch lokale Maßnahmen für Regenwasserretention rückgängig machen können. Wir arbeiten gemeinsam mit Michal Kravčík, dem Global Ecovillage Network (GEN) und anderen Partnern daran, diesen Plan bekannt zu machen.

Vor diesem Hintergrund arbeiten wir verstärkt in unserer Region mit dem Ziel, aus den Bewohnern unseres Flusssystems eine Gemeinschaft zu machen, die die Verantwortung für unsere gemeinsame Ressource übernimmt, das Wasser. Inspiriert durch Rajendra Singh begleiteten wir die Aktion Walking Water in Kalifornien in den Jahren 2015 und 2017 und leiteten im Herbst 2016 eine eigene Wasser-Pilgerschaft entlang unseres Flusssystems. Wir folgten dabei dem Weg des Wassers von unserer Quelle in Tamera den ganzen Weg bis zur Mündung des Sado-Flusses in Setúbal, nahmen intimen Kontakt mit der Natur, den Tieren und Menschen auf, lernten ihre Situation kennen und vermittelten den Global Action Plan in unserer Region.

Ausbildung

In den letzten Jahren bieten wir Training für ein tieferes Verständnis des Neuen Wasserparadigmas in verschiedenen Formaten an: durch Kurzseminare, Kurse im Design von Wasserretentionslandschaften und durch Ausbildungsbaustellen.

Beratung

Auf Nachfrage bieten wir Partnern unseres globalen Netzwerks Beratungen für ökologische Restauration. Bernd Müller arbeitete in Portugal, Spanien, Kolumbien, Bolivien, den USA, Israel, Palästina, Haiti, Kenia und anderen Ländern.

Haiti

Als wir 2013 die britische Hilfsorganisation CAFOD in Haiti berieten, war unser Ziel, Wege für eine nachhaltige Versorgung mit Wasser und sanitären Anlagen zu finden, um Menschen in Krise und extremer Armut zu unterstützen. Wir besuchten eine Siedlung im Wiederaufbau nach dem Erdbeben von 2010 und schrieben einen Bericht, in dem wir konkret zeigen, wie eine solche Siedlung nach regenerativen Prinzipien aufgebaut werden sollte. Angesichts der Dringlichkeit eines Systemwechsels in der Entwicklungsarbeit war dieser Besuch die zündende Inspiration, um eine Blaupause (Blueprint) für regenerative Siedlungen zu verfassen.

Kenia

Später im Jahr 2013 begutachteten wir im Auftrag von CAFOD den Plan für das Flusssystem des Muvitha Kathemboni in Kenia. Die Kernfrage war: Wie können Menschen auf dem Land wieder lernen, mit der Natur zu kooperieren, nachdem ihnen jedes gesunde Verständnis von ihr genommen worden ist? Wir schrieben einen Bericht, der folgende Themen umfasste:

  • nachhaltiges Wassermanagement als Basis für ländliche und städtische Planung,
  • ein Vorschlag für langfristiges Engagement, Modelle und regeneratives Wassermanagement
  • Ausbildungsprogramme für nachhaltige und gemeindeorientierte Infrastruktur und Landnutzung.

Durch und mit “Blueprint” arbeiten wir weiter mit CAFOD an Strategien für angepasste, nachhaltige Hilfe in Krisengebieten.

Internationale Anerkennung

Kontakt

Schreiben Sie uns per E-Mail: global.ecology[at]tamera.org

Zum Weiterlesen:

Invisible
Veröffentlichungen unserer Partner (nur auf englisch)

www.tamera.org