Der Plan der Heilungsbiotope

Der Plan beschreibt, wie durch ein Netzwerk von Heilungsbiotopen ein geistiges Feld für eine gewaltfreie Lebensweise auf der Erde erzeugt werden kann. Auf diesem Wege kann sich weltweit Frieden ausbreiten.

Was ist ein Heilungsbiotop?

Das Wort „Biotop“ setzt sich aus den griechischen Worten „bio“ (Leben) und „topos“ (Platz) zusammen. Ein Biotop bezeichnet einen Ort, an dem alles Leben – Menschen, Tiere, Pflanzen, Wasser und andere Wesen – eine Einheit bildet und gleichzeitig seine Vielfalt verkörpert und weiter entwickelt.

Das „Heile“, das „Heilige“ und „wholeness“ („Ganzheit“ im Englischen) haben den gleichen Wortstamm. Wir verwenden den Begriff „heilen“ weniger für die Behebung einer Krankheit, als vielmehr in dem Sinn, die Trennung zu überwinden, die wir unter uns Menschen und zwischen uns und der Natur aufgebaut haben. Heilen bedeutet, die Ganzheit des Lebens wiederherzustellen.

„Es gibt die Welt, die wir erschaffen. Und es gibt die Welt, die uns erschaffen hat. Diese beiden Welten müssen zusammenkommen. Das ist das Ziel unserer Reise.“

DIETER DUHM, Mitgründer von Tamera

Heilungsbiotope sind experimentelle Forschungs- und Ausbildungszentren, in denen diese beiden Welten modellhaft in Übereinstimmung gebracht werden sollen. Heilung entsteht „von selbst“, wenn wir uns wieder an den universellen Lebensmustern orientieren. Wir können dies in der Natur beobachten, wenn sich z.B. die nackte und aufgeworfene Erde in einem Steinbruch wieder mit einer dichten Pflanzendecke überzieht. Aber auch unser eigener Körper zeigt uns, wie eine Wunde „von selbst“ heilt, ohne dass wir uns extra darum kümmern müssten.

Heilungsbiotope schaffen die sozialen, ökologischen und ökonomischen Rahmenbedingungen, in denen sich die Selbstheilungskräfte des Lebens entfalten und kulturbildend wirken können. Voraussetzung dafür ist ein Milieu aus Kooperation und Vertrauen. Wir können auch sagen, ein Heilungsbiotop ist ein Ort, an dem alle Wesen in voller Kooperation und rückhaltlosem Vertrauen zusammenleben.

Heilungsbiotope sind futuristische Zentren, in denen eine neue Vision für die Besiedelung des Planeten vor dem inneren Auge gesehen und dann in die konkrete Praxis übersetzt werden kann. Heilungsbiotope sind lebendigen Beispiele dafür, wie dezentrale, autonome Gemeinwesen rund um die Erde als Keimzellen für eine neue planetarische Kultur entstehen können.

Heilungsbiotope sind wie alle Lebewesen offene Systeme. Sie  reagieren auf die Bedürfnisse der Region, in der sie sich befinden, und beziehen das Wissen aus dem nahen und fernen Umfeld in seinen Aufbau mit ein. Heilungsbiotope befinden sich somit in ständiger Weiterentwicklung.

Was ist der Plan?

Der Plan der Heilungsbiotope wurde von Dieter Duhm in Worte gefasst. Er ist das Ergebnis einer jahrzehntelangen Erforschung der heilenden und regenerierenden Kräfte, die dem Leben innewohnen.

Hauptforschungsbereiche sind:

  • Aufbau funktionierender Gemeinschaften
  • Heilung von Sexualität, Liebe und Partnerschaft
  • Selbstveränderung und Heilung des Bewusstseins
  • Freies Kinderaufwachsen
  • Kooperation mit Tieren und allen Wesen
  • Heilung der Natur
  • Aufbau einer erneuerbaren, dezentralen Autonomie in Wasser, Energie und Nahrung
  • Neue Ökonomie

Heilungsbiotope arbeiten in jedem dieser Bereiche am Paradigmenwechsel von der Angst zum Vertrauen. Der „Plan“ besteht darin, die hier beschriebenen Zentren konkret aufzubauen und das weltweit.

„Man kann Dinge niemals verändern, indem man die bestehenden Verhältnisse bekämpft. Wenn man etwas verändern will, muss man ein neues Modell erschaffen, welches das alte überflüssig macht.“

BUCKMINSTER FULLER

Wie können Heilungsbiotope die Welt verändern?

In den 80er Jahren entwickelte Dieter Duhm seine „Politische Theorie“, die Entdeckungen aus der Kybernetik, der Systemtheorie, der Holographie und anderen Disziplinen der modernen Wissenschaft in einer gemeinsamen Schau zusammenfügt. Die Theorie begründet, warum und wie Heilungsbiotope global wirksam werden können.

In Kürze: Die Theorie beschreibt, wie sich das Leben durch „morphogenetische Felder“ entwickelt, d.h. durch Informationsmuster, die sich ausbreiten und in denen die kollektiven physiologischen, psychologischen und geistigen Verhaltensgewohnheiten jeder Spezies gespeichert sind.

Das Leben entwickelt sich nicht nur allmählich und linear, sondern oft durch evolutionäre Sprünge. Ein Durchbruch in einem oder mehreren Orten erzeugt ein neues Feld, das sich ausbreitet und auch an anderen Orten abrufbar ist und verändernd wirkt. Ein Beispiel dafür ist die Erfindung der Dampfmaschine Ende des 18. Jahrhunderts, die die industrielle Revolution auslöste. Oder: Als die ersten PCs Ende der 70er Jahre auf den Markt kamen, breitete sich die digitale Revolution global aus und veränderte unser Leben. Das gleiche Prinzip wird auch in der Befreiung der Erde von Krieg und Gewalt wirksam werden.

Zur Zeit steht die Menschheit im Bann eines morphogenetischen Feldes aus Angst und Gewalt, wie wir unschwer an den weltweiten Katastrophen ablesen können. Trotzdem ist in uns auch ein anderes Informationsmuster wirksam. Dieses andere Muster steuert unsere Atmung und Verdauung. Es bewirkt Heilung und befähigt uns immer wieder neu zur Liebe. Wir nennen dieses Muster die „heilige Matrix“. Sie ist allem Lebendigen immanent. In der heiligen Matrix existiert weder Angst noch Gewalt. Es ist die Matrix, die alles Leben miteinander verbindet.

Wenn es nur einigen wenigen Zentren auf der Erde gelingt, die heilige Matrix in ausreichender Komplexität und Tiefe zu verwirklichen, wenn also erste Prototypen für eine zukünftige Friedensgesellschaft entwickelt wurden, dann wird sich sehr wahrscheinlich ein morphogenetisches Feld des Friedens entwickeln, das das bestehende Feld der Gewalt schließlich ablösen wird. Die Kriegsepoche wird zu Ende sein, weil die Menschen unter der Wirkung dieses neuen Feldes weder fähig noch willens zu Gewalthandlungen sein werden. Sobald wir aus der Hypnose der Angst erwachen, erkennen wir diese Möglichkeit. Wir können tatsächlich eine Welt ohne Krieg schaffen, wenn wir all unseren Willen, unsere Intelligenz und unsere Tatkraft darauf ausrichten.

Wie wir diesen Plan verwirklichen

  1. Wir entwickeln ein erstes Heilungsbiotop in Tamera, indem wir die dafür nötigen ethischen, sozialen, sexuellen, ökologischen, technologischen und ökonomischen Grundlagen erforschen.
  2. Wir unterstützen all jene, die sich im Rahmen des „Plans der Heilungsbiotope“ engagieren wollen. Dafür entwickeln wir eine entsprechende Ausbildung und sorgen für die Informationsverbreitung –  durch Beratung, Partnerschaften, Netzwerkarbeit und allen Formen der politischen Unterstützung.
  3. Wir teilen unsere Forschungsergebnisse, Grundgedanken und die Vision der Heilungsbiotope mit Menschen weltweit, die eine lebenswerte Zukunft suchen.

Wie Sie mithelfen können

Wir brauchen Unterstützung in folgenden Bereichen:

Die Grace Foundation ist das Organ, das den Plan der Heilungsbiotope finanziell unterstützt. Die Stiftung organisiert Veranstaltungen und versammelt Geldgeber, die in einen umfassenden Systemwechsel investieren wollen.

www.tamera.org