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Geschichte

Die 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts markieren den Höhepunkt des Kalten Krieges, der erste Mann landet auf dem Mond und die westliche Welt erlebt den Aufstand der jungen Generation gegen den Vietnamkrieg und das weltweite Unrecht des Imperialismus. In dieser Zeit der großen Umwälzungen prägt Dieter Duhm den Slogan „Revolution ohne Emanzipation ist Konterrevolution“. Er führt den Gedanken in seinem ersten Buch „Angst im Kapitalismus“ aus, das zu einem Bestseller in der deutschen Linken wird. Trotz ihres anfänglich hohen Einsatzes verliert sich die Bewegung früh in nervenzerreibenden Nahkämpfen. Nach ihrem Zerfall arbeitet Dieter Duhm weiter an einer realistischen Alternative zum bestehenden System der Gewalt.

1978

Beginn des Projekts

Im Mai 1978, nach einigen Jahren der Suche, beginnt Dieter Duhm zusammen mit Sabine Lichtenfels, Charly Rainer Ehrenpreis, Sarah Vollmer und acht weiteren GenossInnen mit der Grundsteinlegung für ein erstes Projekt in Süddeutschland.
Sie geben ihm den Namen „Bauhütte“ in Anlehnung an das Bauhüttenwesen.

Das Ziel der „Bauhütte“ ist der Aufbau eines interdisziplinären Forschungszentrums, das SpezialistInnen aus den unterschiedlichsten Fachgebieten wie Bionik, Architektur, Ernährung oder neue Technologien anziehen soll. Doch sie merken bald, dass sie ohne eine tragfähige menschliche Basis keine nachhaltigen Lösungen erarbeiten können. Sie sehen sich gezwungen, zunächst die zwischenmenschlichen Konflikte in der Gruppe zu lösen.

Die Kernfrage des Projektes lautet ab jetzt: „Wie können Menschen dauerhaft in Vertrauen zusammenleben?“

1983

Soziales Experiment

Die Gruppe vergrößert sich bald von einigen wenigen auf 50 Menschen. An ihrem neuen Ort im Südschwarzwald geben sich die Teilnehmer die Hand darauf, drei Jahre lang nicht mehr  auseinanderzugehen, um herauszufinden, wie eine funktionierende Gemeinschaft entsteht.
Sie finden Wege, ihre berstenden jugendlichen Kräfte in kreatives Leben umzusetzen. Sie wagen sich auch an diejenigen menschlichen Fragen heran, die sonst oft ignoriert werden, wie zum Beispiel Sexualität, Liebe und Geld. Ihr Motto: „Nichts Menschliches soll uns mehr fremd bleiben.” Sie setzen Kunst und Theater ein, um hinter der Entfremdung unserer westlichen Kultur die Wahrheit des Lebendigen wiederzufinden und entdecken dabei die Heilkräfte des Lebens. So stoßen sie auf erste Grundlagen für den Aufbau funktionierender Gemeinschaften. Und sie betreiben auch Wirbelforschung, beschäftigen sich mit Abwasserreinigung und neuen Baumethoden.

Entwicklung des SD-Forums

SD ist eine Abkürzung für “Selbstdarstellung”. Die Gruppe trifft sich täglich zu einem Forum, einer Veranstaltung, in der die Gruppenteilnehmer einander mitteilen, was in ihrem Inneren oder untereinander vorgeht. Das Forum ist ein geschützter Raum, der frei ist von Verurteilung. Hier können Konflikte angesprochen, Freude ausgedrückt, Liebeserklärungen gemacht oder heimliche Lüste offenbart werden. Es ist ein Raum der Solidarität. Die TeilnehmerInnen lernen es, ihre Konflikte und Emotionen so zu gestalten, dass sie sich nicht mehr mit ihnen identifizieren. Dazu benutzen sie oft Elemente des Theaters oder der bewussten Übertreibung. So befreien sie sich aus dem ewigen Kreisen um die eigene Person. Sie erleben, dass Wahrheit und Selbstoffenbarung Vertrauen erzeugen – gesehen werden heißt, geliebt werden.

Die Entdeckung der sexuellen Freiheit

Der tiefste und vielleicht entscheidenste Aspekt ihrer Forschung besteht darin, Liebe und Sexualität von der Angst zu befreien. Es geht ihnen um die Heilung der Liebe. Das Vertrauen, das sich in der Gemeinschaft entwickeln konnte, wird zum Nährboden für Erfahrungen, die außerhalb dieses Vertrauensraums schwer vorstellbar sind: die Teilnehmer können einander ihre erotischen Wünsche mitteilen und ihnen folgen; Männer, die die gleiche Frau begehren, begegnen einander solidarisch, und umgekehrt. Sie legen eine Grundlage für Liebeserfahrungen, die frei von Eifersucht oder Lüge sind.

Der Plan der Heilungsbiotope

Aus dem sozialen Experiment entwickeln sich erste Konturen für eine umfassendere Friedensvision. Dieter Duhm stellt sie auf eine wissenschaftliche Grundlage und integriert sie in seine „Politische Theorie“. Die Theorie basiert unter anderem auf der Entdeckung der Quantenphysik, dass sich alle Materie, je tiefer wir in sie hineinschauen, in schwingende „Felder“ auflöst. Diese Felder werden durch Information gesteuert und lenken u.a. unser kollektives Verhalten. Dieser Gedanke wird zum strategischen Ausgangspunkt für die Verwirklichung eines globalen Friedensplanes. Der Plan ist, ein Netzwerk von Heilungsbiotopen oder Friedensgemeinschaften aufzubauen, welche gemeinsam ein starkes Feld für eine gewaltfreie Lebensweise auf dem Planeten erzeugen, das das alte Feld der Gewalt abzulösen vermag.

Die Verleumdungskampagne

Die deutschen Medien reagieren auf das Projekt empört und starten Mitte der 80er Jahre eine Hetzkampagne gegen das Projekt. Eine Lawine von Verleumdungen und Falschmeldungen kommt ins Rollen. Die Gemeinschaft reagiert darauf mit einer positiven Offensive, veröffentlicht Richtigstellungen und immer wieder auch die gewonnenen Erkenntnisse zu einer erotischen Friedenskultur.

1988

Auflösung der “Bauhütte”

Das Gemeinschaftsexperiment im Schwarzwald ist zu Ende. Die Gruppe hat durchgehalten und löst ihr Zentrum auf. Um das erlernte und erfahrene Wissen selbst zu erproben und weiterzugeben, ziehen die TeilnehmerInnen in verschiedene Städte im deutschsprachigen Raum und gründen kleinere Projekte und Gemeinschaften. Gleichzeitig wird die nächste Stufe des Projekts vorbereitet. Sie suchen ein geeignetes Gelände für den Aufbau eines globalen Friedensprojekts – mit einem öffentlichen Ausbildungszentrum in Deutschland und einem geschützten Forschungsgelände im Süden Europas für den Aufbau eines ersten Heilungsbiotops.

Gründung des Verlags Meiga

Die Auflösung des Zentrums im Südschwarzwald ist auch mit einer gemeinsamen Kampagne gegen die Verleumdungen und Sektenvorwürfe in Deutschland verbunden. Das Buch „Rettet den Sex“  (Hrsg. Sabine Kleinhammes) wird veröffentlicht und verbreitet. Die Gruppe trifft sich zu verschiedenen Veranstaltungen, vor allem zu den jährlichen Sommercamps.

 

1991

ZEGG – “Zentrum für Experimentelle Gesellschaftsgestaltung”

Die Gruppe erwirbt eines der ersten Gelände im wiedervereinigten Deutschland, 80 km südöstlich von Berlin und gründet das ZEGG, eine Gemeinschaft und ein gemeinnütziges Ausbildungszentrum, das sich bald in eine eigene unabhängige Richtung entwickelt. Etliche Menschen, die heute in Tamera leben und arbeiten, waren frühere Mitarbeiter des ZEGG.

“Der unerlöste Eros“ wird veröffentlicht

Dieter Duhms Buch „Der unerlöste Eros“ wird vom Verlag Meiga herausgebracht.

1992

Vertiefung

Dieter Duhm, Sabine Lichtenfels und eine kleine Gruppe von MitarbeiterInnen eröffnen das „Big Sur“ auf Lanzarote, ein Haus der offenen Tür, ein Ort für Lebensfreude, Kunst und Heilung. Andere gründen in der Nähe das Projekt “La Massilia”, ein Vorläufer der späteren “Liebesschule”. Eine weitere Gruppe betreibt die “Kairos”, ein Segelschiff für Delphinforschung vor den kanarischen Inseln.

Sabine Lichtenfels gründet das “wandernde” Wüstencamp, das auf einer kleinen Insel vor Lanzarote und später auch an Plätzen an der portugiesischen Küste stattfindet. Das Wüstencamp ist eine spirituelle Schule jenseits aller Religionen. Durch diese Arbeit kommt Sabine Lichtenfels in Berührung mit einer Quelle urgeschichtlichen Wissens, vor allem in Portugal. Portugal war zur Zeit des antiken Griechenlands als das „Land der Schlangen“ bekannt und trägt bis heute eine Erinnerung an weibliches Urwissen.

Aufbau eines Friedensdorfes

In den Wüstencamps taucht immer wieder die Frage auf, an welchem Ort das globale Projekt der Heilungsbiotope gegründet werden soll. Portugal scheint aus verschiedenen Gründen ein geeignetes Land zu sein. Einmal aufgrund einer traditionellen Gastfreundschaft und Toleranz gegenüber Fremden, mit der radikale Bewegungen immer wieder willkommen geheißen wurden. Zum anderen, weil die ökologische Zerstörung weit fortgeschritten ist und man daran zeigen kann, wie auch unfruchtbares Land in ein Paradies verwandelt werden kann.

1995

Gründung von Tamera

Die Gruppe wählt Monte do Cerro, ein 140 ha großes Stück Brachland in der dünn besiedelten portugiesischen Region Alentejo. Das Grundstück hat im Grundriss die Form eines Adlers. Während einer Meditation an einer der Quellen von Monte do Cerro empfängt Sabine Lichtenfels den Namen „Tamera“. Später stellt sich heraus, dass dies ein altägyptisches Wort ist, das als „Land des Wassers“ übersetzt werden kann und auch als früher Name für Ägypten selbst verwendet wurde. Dank der Großzügigkeit einiger privater Spender kann das Land 1995 gekauft werden.

Den „Traum“ des Landes wahrnehmen

Anstatt einem vorgefertigten Bebauungsplan zu folgen, nimmt sich eine erste kleine Gruppe viel Zeit, um als Künstler und Tiefenökologen den „schlummernden Traum“ des Landes wahrzunehmen, der in Tamera realisiert werden möchte. In einer ersten Vision sehen sie einen großen See, können sich aber noch nicht vorstellen, wie ein solches Projekt auf der trockenen iberischen Halbinsel verwirklicht werden könnte. Das Tierreich begrüßt die neuen menschlichen Mitbewohner mit erstaunlicher Freundlichkeit. Sie kommen mit ungewöhnlichem Vertrauen auf die Menschen zu. Die Gruppe nimmt eine kontinuierliche Kommunikation zu den sichtbaren und unsichtbaren Wesen des Ortes auf, um weitere Weisungen für den Aufbau des Heilungsbiotops zu erhalten. Aus diesen ersten Kommunikationsexperimenten entwickelt später das Projekt Terra Deva.

Infrastruktur

Der Aufbau der notwendigen Infrastruktur beginnt, es entstehen Werkstätten, Büro- und Seminarräume sowie Unterkünfte. Es werden Gärten angelegt und zur Wiederaufforstung viele Bäume gepflanzt. All dies wird durch private Gelder und Spenden möglich. Es beginnen erste ökologische und technologische Forschungsexperimente.

Erste Sommeruniversität

Im Sommer 1995 treffen die ersten 100 BesucherInnen aus vielen verschiedenen Ländern in Tamera ein. Die Veranstaltung legt den Grundstein für die späteren Ausbildungsprogramme und Konferenzen.

1996

Weiche Macht wird veröffentlicht

Der Verlag Meiga veröffentlicht „Weiche Macht“ von Sabine Lichtenfels, ein Buch über die Vision einer neuen Frauenbewegung, die auf einer neuen Liebe zu den Männern beruht.

1999

Das große Feuer

In der Nacht des 31. Januars 1999 bricht in Tamera ein Feuer in der großen Halle aus, dem damaligen Hauptgebäude der Gemeinschaft. Die Gruppe muss mitansehen, wie die Halle bis auf die Grundmauern niederbrennt. Sie verlieren fast alle ihre Besitztümer in den Flammen. Doch es herrscht eine große Dankbarkeit darüber, dass niemand verletzt wurde. Durch die Kraft einer solidarischen Gemeinschaft kann schon kurze Zeit später mit dem Neuaufbau begonnen werden.

Auch aus unserem Netzwerk erhalten wir viel Hilfe. So können schnelle Ersatzlösungen geschaffen werden, Zelte werden aufgeschlagen, Container und Wohnwägen aufgestellt und Holzhütten errichtet. Ein erstes größeres Gebäude wird verwirklicht: das Institut für globale Friedensarbeit.

2000

Beginn der globalen Friedensarbeit

In Tamera wird das Institut für globale Friedensarbeit eingeweiht. Es beginnt der Aufbau eines weltweiten Netzwerks aus engagierten AktivistInnen, VordenkerInnen, Pionieren, Friedensgemeinden, Ausbildungsprojekten und sozialen Bewegungen. Es ist ein Netzwerk der gegenseitigen Unterstützung. So wird zum Beispiel mit Hilfe von Kampagnen ein öffentliches Forum für mutige Initiativen im globalen Süden geschaffen, wie z.B. der Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien.

2001

Naher Osten

Nach dem Ausbruch der Zweiten Intifada in Israel-Palästina war es den Mitarbeitern von Tamera nicht länger möglich, nur untätig zuzuschauen. Sabine Lichtenfels empfängt in einer Meditation verschiedene Visionsbilder, wie Frieden im Nahen Osten erreicht werden könnte. Die Gruppe verschickt diese Vision an engagierte Menschen und Friedensinitiativen in Palästina und Israel. Die Aktion wirkt wie ein Katalysator in der internationalen Netzwerkarbeit.

„Die Heilige Matrix” wird veröffentlicht

Dieter Duhms Buch „Die Heilige Matrix“ erscheint im Verlag Meiga. Es ist ein Grundlagenbuch für den Übergang von der Matrix der Gewalt zur heiligen Matrix des Lebens. Der Übergang wird durch den Aufbau von Heilungsbiotopen geschaffen. Sie werden beschrieben als regional autarke Zukunftsgemeinschaften, „Gewächshäuser des Vertrauens“ oder „Akupunkturpunkte des Friedens“. Mit diesem Buch will der Autor sein gesammeltes Wissen an die nächste Generation weitergeben.

Eine Phase des Generationswechsels: 2001–2006

Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels beginnen, die nächste Generation auszubilden. Eine Gruppe entsteht um Benjamin, Robert, Vera, Mara und Juliane herum. Diese jungen Menschen beschäftigen sich intensiv mit den Grundgedanken von Tamera und bieten dann selbst Ausbildungskurse an, um Jugendliche zu unterrichten und um das Projekt einer internationalen Ausbildungsplattform, den  „Global Campus“, vorzubereiten. Unterstützt durch die erfahrene ältere Generation übernehmen die jungen Leitungskräfte nach und nach verantwortliche Positionen in Tamera.

2002

1. Internationales Friedenscamp

Aus einem dreiwöchigen Friedenscamp, zu dem Israelis, Palästinenser, Internationale und VertreterInnen aus Tamera zusammenkamen, entwickelt sich die Vision eines Friedensforschungsdorfs in Nahost. Eine intensive Zusammenarbeit beginnt: Von Tamera aus werden Reisen nach Israel-Palästina unternommen; es finden weitere Friedenscamps mit Vertretern beider Seiten statt; es formiert sich eine Gruppe aus Palästinensern und Israelis, welche die Idee des Friedensdorfs in Nahost aufgreifen möchte. Sie nutzen Tamera als ihren Ausbildungsort.

2003

Global Ecovillage Network (GEN)

TTamera wird Mitglied bei GEN – eine lösungsorientierte Allianz von ökologischen Dörfern und Gemeinschaften, in der Informationen und Praktiken ausgetauscht und konkrete Beispiele gesetzt werden. GEN will eine globale Basis schaffen, um dem wachsenden öffentlichen Interesse an nachhaltigen Prinzipien und Praktiken entgegenzukommen, Lösungen aufzuzeigen und gemeinsam weiterzuentwickeln.

“Wir weigern uns, Feinde zu sein”

Eine Gruppe von israelischen und palästinensischen MusikerInnen und einer Theatergruppe aus Tamera begibt sich auf eine gemeinsame Tournee durch Deutschland und die Schweiz. Sie wollen Denkanstöße für eine mögliche Lösung des Konflikts in Israel-Palästina geben. Das Theaterstück heißt: „Wir weigern uns, Feinde zu sein.“

2004

Bau des Steinkreises

Innerhalb von 5 Jahren werden – in Anlehnung an den prähistorischen Steinkreis bei Évora – auf einem kleinen Hügel in Tamera 96 Steine in einem Oval aufgestellt. Die Steine repräsentieren jeweils archetypische Elemente einer Zukunftsgemeinschaft. In einige Steine wird ein „Kosmogramm“ gemeißelt, das den jeweiligen Aspekt verdeutlichen und verstärken soll. Der Steinkreis ist ein geomantisches Kunstwerk und ein Ort für Rituale. An jedem Montagmorgen zu Sonnenaufgang findet hier der „Ring der Kraft“ statt.

2005

Erste Grace-Pilgerschaft

Erschüttert von der Bedrohung eines möglichen Kriegs gegen den Iran, trifft Sabine Lichtenfels eine existentielle Entscheidung und begibt sich ohne Geld auf eine Friedenspilgerschaft von Portugal nach Nahost. Monate später erreicht sie Israel-Palästina. Zusammen mit Benjamin von Mendelssohn führt sie 40 TeilnehmerInnen auf einer ersten Grace-Pilgerschaft im Namen von Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung durch den Norden Israels und das besetzte Westjordanland. Für viele von ihnen wird dies eine tiefe und lebensverändernde Erfahrung.

Sabine ist eine der 1.000 Friedensfrauen weltweit, die für den Friedensnobelpreis nominiert wurden.

 

2006

Monte Cerro Friedensausbildung

Eine erste internationale Friedensausbildung beginnt: 100 Menschen aus Tamera und weitere 100 AktivistInnen und StudentInnen aus verschiedenen Ländern treffen einander zu einem dreijährigen Studium und Wissensaustausch.

Bau der Aula  2006-2007

Sabine Lichtenfels und die Gemeinschaft suchen Gelder für den Bau eines großen Versammlungs- und Lehrgebäudes. Schließlich kann von Gemeinschaftsmitgliedern und FreundInnen die Aula gebaut werden, unser Auditorium, ein 8m hohes Gebäude, das Platz für ca. 400 Menschen bietet. Die Aula ist der größte Strohballen-Lehmbau der iberischen Halbinsel. Die Tamera-Gemeinschaft und alle Gäste treffen einander hier zu speziellen Gelegenheiten und Sonntag morgens zur traditionellen Matinée.

 

Das „Aldeia da Luz“ wird gebaut

Acht Frauen über 60 bauen das Aldeia da Luz, das „Dorf des Lichts“; es besteht aus einer Nähwerkstatt, einem Kräuterhaus, einer Modellier-Werkstatt, Wohnräumen und einer zentralen Küche. Die Bauten werden aus Holz und den lokalen Rohstoffen Lehm und Stroh errichtet. Das Aldeia da Luz ist ein weiblicher Kraftort, der eine Art gemeinschaftlicher Großmutter-Energie ausstrahlt. Es ist ein kreativer Versammlungs- und Wohnort für Frauen und Männer.

Gründung des “Global Campus”

Im internationalen Netzwerk haben sich Schwerpunkte der Zusammenarbeit und Partnerprojekte herausgebildet. Engagierte Leitungskräfte aus den verschiedenen Friedenszentren beginnen zu kooperieren. Der „Global Campus“ entsteht – mit gemeinsamen Seminaren und Friedensaktionen, politischen Pilgerschaften und Solidaritätsaktionen in Israel-Palästina, Kolumbien, Brasilien, Kenia, Togo, Mexiko und Portugal. Im Jahr 2015 kommen über 30 Menschen aus den jeweiligen Projekten zu Besuch nach Tamera, um ihre Ausbildung in der Friedensarbeit und die Zusammenarbeit zu vertiefen.

Das Buch “Grace. Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg” wird veröffentlicht

Der Verlag Meiga gibt unter dem Titel „Grace. Pilgerschaft für eine Zukunft ohne Krieg“ den Reise- und Erfahrungsbericht von Sabine Lichtenfels über die erste Pilgerschaft in Israel-Palästina heraus. Es ist ein Lehrbuch für die Wirkungsweise einer weichen Kraft – Sabine Lichtenfels nennt sie „Grace“ – mit der sich Wege begehen lassen, die lange blockiert waren und scheinbar Unmögliches möglich wird.

2007

Beginn der Wasser-Retentionslandschaft

Im Jahr 2007 beginnt der Bau der Wasser-Retentionslandschaft in Tamera, unterstützt durch den österreichischen Permakulturspezialisten Sepp Holzer. Schon am 31. Dezember 2008 fließt der große „See 1“ das erste Mal über. Es werden weitere Seen, Teiche, sog. „swales“ (speziell angelegte Gräben zum Auffangen von Regenwasser) und Terrassen gebaut. Gärten und andere Pflanzungen werden nach den Prinzipien der Permakultur angelegt.

Weitere Grace-Pilgerschaften 2007–20120:

2007 in Israel-Palästina, 2008 in Kolumbien, 2009 in Portugal und 2010 wieder in Kolumbien. Und 2012 wieder in Israel-Palästina.

2009

Aufbau des solaren Testfelds

Nach fünfjähriger Zusammenarbeit mit dem Physiker Jürgen Kleinwächter wird mit seiner Unterstützung eine Experimentierstätte in Tamera aufgebaut, in dem Prototypen für eine solare Energieautonomie entwickelt werden. Die Solartechnologie wird ergänzt und kombiniert mit dem neuen Wassermanagement und der ökologischen Nahrungsmittelproduktion. Die Gemeinschaft testet und benutzt die technologischen Erfindungen im täglichen Leben. Nach und nach schließen sich weitere ExpertInnen und MitarbeiterInnen dem Team oder dem Netzwerk an, zum Beispiel der Biogas-Experte T.H. Culhane und die „Blueprint Allianz“. Mehr Informationen…

2011

Beginn des jährlichen Wasser-Symposiums

Das erste jährliche Symposium zum Thema Wasser-Retention findet unter der Leitung von Tameras Wasservisionär Bernd Müller in Tamera statt. Das Symposium versammelt internationale Wasserexperten, Entwicklungshelfer, Regierungsvertreter, Unternehmer, Spender und Journalisten. Aus diesen Treffen entwickelt sich ein globales Netzwerk, das ein neues Wasserparadigma als Antwort auf die weltweit zunehmende Wüstenbildung und den Klimawandel verbreiten und umsetzen will.

2012

Gründung der globalen Liebesschule

PartnerInnen aus aller Welt versammeln sich zur ersten jährlichen Globalen Liebesschule. Die TeilnehmerInnen verpflichten sich, mindestens drei Jahre hintereinander an dieser Ausbildung teilzunehmen. Ziel ist es, ein planetarisches Netzwerk von Einzelpersonen und Gemeinschaften, die rund um den Erdball an der Heilung der Liebe arbeiten, auf eine tragfähige ethische Basis von Wahrheit, Vertrauen und gegenseitiger Unterstützung zu stellen.

„Honorable Mention“ des Buckminster-Fuller-Instituts

Tameras Wasser-Retentionslandschaft wird mit dem Honorable Mention ausgezeichnet, einem Preis, der jährlich vom Buckminster-Fuller-Institut (USA) für „sozial verantwortliche Erfindungen“ vergeben wird.

2013

Aufbau des Netzwerks für Terra Nova

Im Mai 2013 werden erste Versuche unternommen, die Ausbildung für Friedensarbeiter und den Aufbau von Heilungsbiotopen auch auf das internationale Netzwerk auszudehnen. Wir versenden Studienmaterial, mit denen lokale Gruppen die Grundgedanken von Terra Nova regelmäßig studieren. 2016 stellen wir unser Ausbildungsprogramm auf Onlinekurse um. Der Aufbau einer  globalen Medienplattform für dieses wachsende Netzwerk gehört zu denjenigen Projekten, die wir in naher Zukunft verwirklichen wollen.

Mitglied der „United Religions Initiative“

Tamera wird Mitglied der United Religions Initiative, welche die kontinuierliche interreligiöse Zusammenarbeit fördert, um religiös motivierte Gewalt zu beenden und den Aufbau einer Kultur des Friedens, der Gerechtigkeit und der Heilung für die Erde und alle Wesen zu unterstützen.

2014

Der “PIER-Vorgang“ beginnt

Wir stellen einen Antrag auf Umzonung unseres Geländes Monte do Cerro, um Baugenehmigungen für die notwendige Infrastruktur zu erhalten. Der Landkreis Odemira entscheidet sich, uns durch diesen Prozess zu begleiten. („PIER“ ist die Abkürzung für die portugiesische Bezeichnung des „Interventionsplans in ländlichen Gebieten“). Der von uns eingereichte Plan wird vom Landkreis angenommen, doch das Endergebnis steht noch aus. Mehr Informationen

Verlag Meiga veröffentlicht „Terra Nova: Globale Revolution und die Heilung der Liebe“

Das Buch „Terra Nova: Globale Revolution und Heilung der Liebe” von Dieter Duhm beschreibt die Wirkungsweise eines morphogenetischen Friedensfeldes, wie es im Inneren entsteht und wie es sich im Äußeren so mit anderen Kräften verbindet, dass es dem bestehenden Feld der Gewalt überlegen ist. Auf dem Wege der Feldbildung könnte eine Zukunft ohne Krieg eingeleitet werden. Das Buch wird 2014 im deutschen Original veröffentlicht, 2015 folgt die englische Übersetzung.

2015

Verstärkte regionale Netzwerkbildung

Wir intensivieren unsere regionale Netzwerkarbeit in Portugal, kooperieren mit Landkreisen, mit biologischen Bauernhöfen und entstehenden Gemeinschaften, um die ökologische und soziale Nachhaltigkeit im Alentejo zu stärken. Im Herbst 2016 findet eine Pilgerschaft entlang des Wassereinzugsgebiets des Flusses Sado statt, an der 30 Menschen aus Tamera und lokale Kooperationspartner teilnehmen. Sie wollen auf die prekäre Wassersituation des Landes aufmerksam machen und Lösungen anbieten.

2016

Eine politische Reise nach Brasilien

Eine Gruppe junger Menschen aus Tamera und ihre Begleiter:innen nahmen an einem Lern- und Erfahrungsaustausch mit zwei inspirierenden Projekten in den Favelas von São Paulo teil: Projeto Âncora und Favela da Paz – Slum des Friedens.

Erstes LGBTQ+-Seminar in Tamera

Während dieser Zeit ereignete sich das Massaker im Nachtclub Pulse in Orlando – ein Hassverbrechen, das sich gegen die LGBTQ+-Community richtete. Es erinnerte uns auf tiefgreifende Weise daran, warum diese Arbeit so wichtig ist: sichere Räume zu schaffen, in denen die Liebe gefeiert werden kann.

2017

Start der Schule Akron

Es beginnt eine neue Stufe der Ausbildung und ein kontinuierliches spirituelles Training für interne Führungskräfte in unserem Politischen Ashram.

Internationales Treffen „Defend the Sacred“

Im August 2017 veranstalten wir in Tamera ein Treffen von AktivistInnen, LeiterInnen verschiedener Bewegungen, indigener Ältester und Jugendlicher aus 40 Ländern, um indigenes Urwissen mit futuristischem Denken zu verbinden. Es entsteht ein gemeinsames Manifest für eine wachsende globale Gemeinschaft, die für den Schutz des Lebendigen und eine lebenswerte Zukunft auf der Erde eintritt.

Im Zentrum des Treffens steht eine politische Kunstaktion am Strand von Odeceixe an der Küste Portugals, bei der 800 Menschen mit ihren Körpern eine Botschaft in den Sand zeichnen, mit der sie Stellung gegen geplante Ölbohrungen vor der portugiesischen Küste beziehen. Seit Januar 2017 sind wir ein aktiver Teil der Bewegung, die in ganz Portugal gegen die Ausbeutung fossiler Brennstoffe aufsteht. Mehr Informationen…

2018

40-Jahr-Feier

Wir feiern das 40-jährige Bestehen des Projekts mit FreundInnen und PartnerInnen aus aller Welt.

Aerial-Art-Aktion gegen die Förderung fossiler Brennstoffe in Portugal

Gemeinsam mit portugiesischen AktivistInnen und der „Defend the Sacred Alliance“ an der Costa do Vapor bei Lissabon. Zwei Monate später werden alle 15 Verträge zur Förderung fossiler Brennstoffe aufgehoben.

„A Onda“

In Relíquias wird ein regionales Zentrum für nachhaltiges Leben eröffnet. Nach drei Jahren muss es wieder geschlossen werden.

„Und sie erkannten sich“

Ein neues Buch der GründerInnen von Tamera wird veröffentlicht.

Studiengruppe zum Thema Rassismus

In Tamera wird die erste Studiengruppe zu den Themen weiße Vorherrschaft, Macht und Privilegien gegründet. Im Jahr 2019 bringt die Autorin Robin DiAngelo ihre Arbeit im Rahmen eines Wochenendes mit Vorträgen und Seminaren in die Gemeinschaft ein und führt sie damit in die nächste Phase der Auseinandersetzung mit diesen Themen. Mit der Zeit entwickelt sich daraus eine vertiefte Forschung zu Macht, Privilegien und ihrem Einfluss auf unsere Gemeinschaft und die Welt als Ganzes.

2019

Defend the Sacred

Die „Defend the Sacred“-Konferenz für globale VeränderungsgestalterInnen findet mit mehr als 400 TeilnehmerInnen statt, darunter indigene Älteste, ExpertInnen für Regeneration und LeiterInnen verschiedener sozialer Bewegungen, Klimagerechtigkeits- und Befreiungsbewegungen aus dem Globalen Norden und Süden. Das Buch „Defend the Sacred“ wird veröffentlicht – ein Porträt der Menschen und ihrer Projekte, aus denen die Defend the Sacred Alliance hervorgegangen ist.

Politische Reisen

Pilgerschaft entlang des Flusses Mira mit StudentInnen und MitarbeiterInnen aus Tamera, um auf die zunehmende Wasserkrise und die Möglichkeiten der Regeneration in unserer Region aufmerksam zu machen.

Die Jugendgruppe von Tamera unternimmt eine politische Bildungsreise in die USA.

Abschied von einem der Gründer Tameras

Charly Rainer Ehrenpreis, Physiker und Mitbegründer von Tamera, Leiter des Wirtschaftsbereichs und engagiert im Bereich nachhaltiger Technologien, verlässt die irdische Welt.

2020

Visionszeit für Tamera

Mit 40 TeilnehmerInnen: „Wo sehen wir Tamera im Jahr 2030?“

Keine Gästezeit

Aufgrund der Corona-Maßnahmen.

2021

Keine Gästezeit

Aufgrund der Corona-Maßnahmen.

Konsolidierungszeit

Eine intensive Gemeinschaftsversammlung leitet einen gemeinschaftlichen Konsolidierungsprozess ein. Ziel ist es, unsere Vision und unseren Auftrag neu auszurichten, an Konflikten zwischen den Generationen zu arbeiten und neue Formen der Leitung und Entscheidungsfindung zu entwickeln. Coaching und Prozessbegleitung durch das Kollektiv „Nonviolent Global Liberation“.

„Marcha pela Água“

Hunderte Menschen demonstrieren in Odemira gegen die Agrarindustrie und für ein regeneratives Wassermanagement.

2022

Eingeschränkte Gästezeit

Aufgrund der Corona-Maßnahmen.

Tameras erste LGBTQ+-Pride-Parade

Im Juni führt die Parade durch die Hügel von Tamera. Sie ist ein farbenfroher Moment der Sichtbarkeit, Solidarität und des Feierns innerhalb der Gemeinschaft, unter den Gästen und im lokalen Netzwerk.

Die GRACE Foundation wird geschlossen

Die GRACE Foundation war eine Spendenplattform, die dazu beitrug, Geld, Wissen und Einfluss in Projekte für eine gewaltfreie Gesellschaft, regenerative Autonomie, Bildung und den Global Campus zu lenken. Sie finanzierte Pilgerschaften, die Arbeit des Global Campus, Infrastruktur in Tamera und die Teilnahme von AktivistInnen an der Arbeit der Heilungsbiotope.Sie entstand aus einer Vision, die Sabine Lichtenfels und Benjamin von Mendelssohn während ihrer Wanderung auf dem Jakobsweg im Jahr 2005 hatten, und wurde 2007 von Sabine Lichtenfels und Rainer Ehrenpreis gegründet.

Der „TrägerInnenkreis“ löst sich auf

Nach mehreren Jahren Arbeit entscheiden wir uns, das aus rund 20 Mitgliedern bestehende Leitungsgremium für Tamera aufzulösen. Ein „Continuation Team“ übernimmt die Aufgabe, im Laufe des Jahres weitere Versammlungen und Arbeitsgruppen zu Fragen der Umstrukturierung, gemeinsamer Vereinbarungen und des aktuellen Auftrags zu organisieren.

2023

Gründung der „Co-Holding Group“

Eine engagierte Gruppe von VerantwortungsträgerInnen der nächsten Generation will neue Methoden der Leitung, Steuerung und Entscheidungsfindung sowie der weiteren Konsolidierung Tameras entwickeln. Tamera führt ein dezentrales, inklusives und horizontales Entscheidungssystem ein. In diesen Berichten kann nachgelesen werden, wie wir mit den großen Herausforderungen des Generationswechsels umgegangen sind.

„Vale da Gema“

Eine gemeinsame Initiative von LandbesitzerInnen und WasseraktivistInnen für ökologische Regeneration und Wasser-Retention innerhalb unseres gemeinsamen Wassereinzugsgebiets entsteht.

Politische Reisen

Pilgerschaft der Defend the Sacred Alliance nach Indien.

Die Jugendlichen reisen nach Damanhur.

Erste Pride-Parade in Vila Nova de Milfontes im Rahmen des ersten LGBTQ+-Gemeinschaftskurses.

2024

Der Dokumentarfilm „The Village of Lovers“

Drei unerschrockene FilmemacherInnen – Ian MacKenzie, John Wolfstone und Julia Maryanska – nehmen mehrere Jahre lang an der Globalen Liebesschule teil und studieren die Arbeit Tameras, um die Vision und Kultur unserer Gemeinschaft zu verstehen und zu vermitteln. Nach acht Jahren stellt das Trio schließlich einen Film fertig, der die historischen und gegenwärtigen Geschichten Tameras erforscht.

Der Tamera-Dokumentarfilm „Water is Love“

Der Film begleitet junge Menschen auf der Suche nach wirklichen Antworten auf die Klimakrise. Anhand von Geschichten aus Gemeinschaften in Indien, Kenia und Portugal zeigt der Film, wie die Wiederherstellung der Wasserkreisläufe Landschaften regenerieren, die Widerstandsfähigkeit stärken und Hoffnung schaffen kann. Er lädt die ZuschauerInnen dazu ein, Wasser nicht nur als Ressource zu betrachten, sondern als lebendige Kraft im Zentrum der Heilung unserer Beziehung zur Erde.

Nationaler Umweltpreis 2024 von Quercus

Tamera erhält 2024 den Nationalen Umweltpreis von Quercus, einer der führenden Umweltorganisationen Portugals. Der Preis würdigt Tameras langjährige Arbeit für ökologische Widerstandsfähigkeit, regenerative Praktiken und gemeinschaftsorientierte Umweltbildung. Er ist eine Ermutigung, weiterhin Modelle für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln und weiterzugeben, die auf der Zusammenarbeit mit allen Ökosystemen beruhen.

Zeremonien und politische Aktionen

Tamera veranstaltet Friedensmeditationen und Versammlungen, beteiligt sich an Demonstrationen und veröffentlicht Artikel, um auf den Genozid in Gaza aufmerksam zu machen. Einige Gemeinschaftsmitglieder folgen dem internationalen Aufruf zum Marsch nach Gaza.

Gemeinsames Trauerritual für alle MitarbeiterInnen in Tamera.

Die Friedensglocke wird in Tamera geschaffen.

Das erste „Kairos Retreat“ findet mit 25 TeilnehmerInnen aus der Gemeinschaft in Tamera statt – ein tiefes gemeinschaftliches Eintauchen in Selbstreflexion, Wahrheit und Transparenz.

2025

Tameras 30-Jahr-Feier

Wir feierten mit drei Hauptveranstaltungen: einem internen Treffen für die Pioniergeneration, diejenigen, die an der Monte-Cerro-Friedensausbildung teilgenommen hatten, und ehemalige Gemeinschaftsmitglieder – eine Zeit des Feierns, der Reflexion und der Heilung; einer lokalen Feier mit NachbarInnen und KooperationspartnerInnen; und der öffentlichen Sommeruniversität  „Gemeinschaft aufbauen in Zeiten globaler Krisen“, zu der mehr als 200 Menschen aus intentionalen Gemeinschaften, Projekten an sozialen und politischen Brennpunkten und Bewegungen für globale Gerechtigkeit.

Abschluss des PIER-Vorgangs

Nach elf Jahren der Zusammenarbeit mit den Behörden im Rahmen des PIER-Vorgangs wird die wichtigste Planungsphase zur Änderung des Flächennutzungsplans von Tamera vom Bürgermeisteramt in Abstimmung mit mehreren beteiligten Ministerien für rechtsgültig erklärt.

Der Steuerungsrat ersetzt die Co-Holding Group

Nach zwei Jahren engagierter Arbeit und einem Monat der Reflexion wird die Co-Holding Group aufgelöst und der Steuerungsrat gegründet. Er ist ein Gremium für die Steuerung und Koordination innerhalb Tameras und besteht aus vier Gemeinschaftsmitgliedern.

Das Pferdeprojekt wird geschlossen

Das Projekt erforschte gewaltfreie Kommunikation, Vertrauen und gegenseitigen Respekt zwischen Menschen und Pferden – jenseits von Dominanz und dem „Brechen“ des Willens des Pferdes.
Seit 1997 leben Pferde auf dem Gelände Tameras. Sie wurden als Lehrer für Präsenz, Klarheit, Körperbewusstsein und emotionale Ehrlichkeit betrachtet. Durch ihre unmittelbare und nicht wertende Rückmeldung halfen sie Menschen dabei, eigene Muster zu erkennen, Sensibilität zu entwickeln und wahrhaftigere Beziehungen aufzubauen. Das Projekt unterstützte außerdem die Jugendarbeit, die Heilung von Traumata und die Erforschung natürlicherer Formen der Pferdehaltung und Weidewirtschaft.

2026

1.000 mm Regen!

Nach einem außergewöhnlich niederschlagsreichen Winter in Portugal zeigt Tameras Wasser-Retentionslandschaft erneut ihren Wert.

Tamera öffnet sich für neue Mitglieder

Beginn von „Joining Tamera: Dreijähriges Ausbildungs- und Engagementprogramm“. Nachdem Tamera mehr als zehn Jahre lang keine neuen MitarbeiterInnen aufgenommen hatte, beginnt eine neue Phase des Wachstums.

www.tamera.org