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Einführung in das Thema Gemeinschaft als Lebensprinzip

Tamera-Sommer, 1.-14. August 2016

Ein Kurs über Gemeinschaftsaufbau, eine Einführung in die Vision der Heilungsbiotope und in Tameras kulturellen Heilungsansatz 

 

Können wir uns noch vorstellen, was es bedeutet, in eine Identität hineingeboren zu werden, die über uns selbst hinausgeht – und unser ganzes Leben mit dieser größeren Identität zu leben?

Die Menschheit hat für die längste Zeit ihrer Geschichte in Stammeskulturen gelebt. Gemeinschaft als ein Lebensweg und die lebenslange Zugehörigkeit zu einer Gruppe von Menschen waren Bedingungen des menschlichen Lebens über Jahrtausende hinweg. Die Fokussierung des Lebens auf das Individuum oder die Kleinfamilie sind historisch gesehen recht neue Erfindungen. Die Entfremdung der Gesellschaft und Kultur von unseren eigenen, tieferen, menschlichen Bedürfnissen und Sehnsüchten, die wir heute beobachten können, ist das Ergebnis einer historischen Verzerrung: Gemeinschaft als ein grundlegendes Lebensprinzip wurde durch die Geschichte hindurch attackiert, zerstört und vergessen. Individuelle sowie kulturelle Heilungsarbeit verlangen nach der Wiederentdeckung dieses Grundprinzips. In der Friedensforschungsgemeinschaft Tamera wird dieser Paradigmenwechsel oft die „Entprivatisierung des persönlichen Lebens“ genannt.

Gemeinschaft ist nicht in erster Linie eine Organisationsform, sie ist ein Lebenszustand. Sie ist eine geistige Haltung dem Leben gegenüber und ein grundlegender Wandel in der Art, wie wir die Welt wahrnehmen, verstehen und mit ihr interagieren. Gemeinschaft existiert in uns als Erinnerung und Sehnsucht, die wir aufspüren und der wir folgen können.

Tamera hat diese Forschung in den Mittelpunkt seiner fast vierzigjährigen Arbeit gestellt. Wie entwerfen und gestalten wir soziale, ökologische, technologische und ökonomische Systeme von diesem inneren Punkt aus, an dem unsere Identität über uns selbst hinausgeht? Wie kommen wir wieder zurück zu einem Selbstverständnis und Selbstbild, das tief in unserer Zugehörigkeit zur Biosphäre wurzelt, in der wir leben? Wie verändert sich unser politisches Engagement in der Welt, wenn es mit dieser Perspektive geschieht? Wie können unsere so genannten privaten Fragen von Liebe, Sexualität, Partnerschaft in eine Vertrauensgemeinschaft eingebettet werden? 

 

Dieser zweiwöchige Kurs wird versuchen, diesen Fragen nachzugehen und den Teilnehmern durch Vorträge, Forumsarbeit und anderen Formen die Möglichkeit bieten, in Tameras kulturellen Heilungsgedanken einzutauchen. Für die tiefe Arbeit in den Fragen der Liebe und der Sexualität werden wir von Sabine Lichtenfels und Benjamin von Mendelssohn (Gründer der Globalen Liebesschule) durch eine 4-tägige Liebesschule geleitet werden. Wir laden alle herzlich ein, bei dieser Zeit dabei zu sein und die Vision der Heilungsbiotope kennenzulernen – die Vision von ganzheitlichen Modellen für eine entstehende Kultur, in der alle Lebensaspekte auf der Basis von Vertrauen und Transparenz wieder mit einander vereint sind.

 

Wir bieten eine Kinderbetreuung für Kinder ab 6 Jahren während der Veranstaltungen an. 

 

Team: Janka Striffler, Aida Shibli, Johannes Ewig, Friedemann Gasse

Seminarsprachen: Deutsch und Englisch

Seminargebühr: 500 €

Preis für Portugiesen: 300 €

Jugendpreis: 300 €

Kosten für Unterkunft & Verpflegung: 30 €/Tag

Preis für Portugiesen: 20 €/Tag

Jugendpreis (12 - 21 Jahre): 20 €/Tag

Kinder bis 12 Jahre können gratis kommen.

Unterkunft: Bitte bringen Sie eigene Zelte mit.

Verpflegung: vegane Vollverpflegung.

An – und Abreise: am Tag vor bzw. nach dem Seminar

Anmeldung: office(at)tamera.org oder +351 - 283 - 635 306

Allgemeine Informationen für Ihren Aufenthalt

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Janka Striffler
Johannes Ewig
Aida Shibli
Friedemann Gasse