Monika Alleweldt
Ich bin Netzwerkerin, Referentin und Autorin. Ursprünglich zur Agraringenieurin ausgebildet, war ich bis 2024 Verlegerin der Bücher von Tamera im Verlag Meiga. Seit 2026 engagiere ich mich dafür, rund um Tamera eine „lebendige Region“ zu verwirklichen.
Hintergrund
Ich bin 1954 in Giessen geboren. Schon als Kind habe ich davon geträumt, den Armen und Hungrigen in aller Welt zu helfen. Ich war etwas über 20 Jahre alt, als ich ein landwirtschaftliches Praktikum in Guatemala absolvieren wollte. Ich habe auf dieser Reise zum ersten Mal erlebt, was wirklich in einem Land des globalen Südens vor sich geht und war erschüttert vom Elend der indigenen und armen Bevölkerung. Ich erlebte den schleichenden Genozid in diesem Land. Ich erkannte, dass hier Hilfe allein nichts verändern würde. Die Wurzeln des Problems, das ich hier sah, lagen nicht im globalen Süden, sondern in meiner eigenen Welt, in der westlichen Kultur. Nach dieser Reise kam ich in eine tiefe Sinnkrise und suchte nach neuen Schlüsselstellen der Veränderung.
1986 stieß ich auf die “Bauhütte “, das Vorläufer-Projekt von Tamera. Hier habe ich zum ersten Mal überzeugende Gedanken gefunden für den Systemwechsel, nach dem ich gesucht habe. Seitdem engagiere ich mich in diesem Projekt. Seit Mitte der 90er Jahre bin ich im Bereich Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit und dem Erstellen von Publikationen tätig.

Was mich motiviert
Ich will dazu beitragen, eine Antwort auf die weltweite und dringende Frage zu finden: Was geschieht, wenn die politischen, ökologischen und wirtschaftlichen Mega-Systeme zusammenbrechen? Meine Motivation kommt aus meiner Anteilnahme an allen unterdrückten und gequälten Wesen. Ich habe mich intensiv mit den Schriften von Dieter Duhm und Sabine Lichtenfels beschäftigt, da ich sie als Schlüssel für das Gelingen einer humanen Revolution sehe. Als Antwort auf Dieter Duhms „Plan der Heilungsbiotope“ schrieb ich das Buch „Die globale Befreiung von Angst und Gewalt“, um diesem Plan Gestalt zu geben. Ich sehe darin einen glaubwürdigen Weg, dieses unvorstellbare weltweite Leiden zu beenden.
Meine Rolle in Tamera
Seit Mitte 2026 bringe ich meine langjährige Erfahrung im Aufbau einer sozialen und ökologischen Gemeinschaft in die Entwicklung einer Vision für die Transformation ganzer Regionen ein, denn ich denke gerne über die Grenzen eines einzelnen Projekts hinaus. Meine Frage ist: Wie können wir gemeinsam aus einzelnen Initiativen eine regionale Kraft entwickeln? Konkrete Initiativen entstehen aus einem Netzwerk, das nicht nur gute Ideen braucht, sondern auch neue Wege, Ressourcen zu mobilisieren.